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Cardmarket-Preise verfolgen: Was die Zahlen bedeuten und wie du Bewegung erkennst

Ab-Preis, Trend, 7-Tage-Schnitt: Cardmarket zeigt zu jeder Karte mehrere Preise. Welcher davon für deine Sammlung zählt, wie du echte Bewegung von Rauschen unterscheidest und warum ein Preisverlauf mehr sagt als ein Preis.

Stand 11. September 2026

Sammelkarte Raikou, Ruf der Legenden Nr. SL9
RaikouRuf der Legenden · Nr. SL9Katalogpreis 181,61 € – Beispiel, kein Angebot

Die Kennzahlen auf einen Blick

Cardmarket ist der größte Marktplatz für Sammelkarten in Europa, und seine Preisübersicht ist für deutsche Sammler die Referenz. Sie zeigt je Karte mehrere Zahlen, die aus verschiedenen Fragen entstehen:

  • Ab-Preis: das günstigste aktuelle Angebot – oft eine beschädigte Karte oder ein Verkäufer mit hohen Versandkosten. Ein Angebot, kein Wert.
  • Preistrend: Cardmarkets eigene Schätzung eines fairen Preises, geglättet über längere Zeit. Reagiert träge.
  • Durchschnittspreis der letzten Verkäufe (1, 7 und 30 Tage): was tatsächlich gezahlt wurde. Der 7-Tage-Schnitt ist der brauchbarste Kompromiss zwischen Aktualität und Ruhe.
  • Je Zustand und Sprache getrennt: Eine deutsche Near-Mint-Karte hat andere Zahlen als eine englische in „Good“.

Warum eine Zahl allein täuscht

Wer nur den Ab-Preis betrachtet, unterschätzt seine Sammlung; wer nur den Trend nimmt, überschätzt sie bei fallenden Kursen, weil der Trend nachläuft. Und alle drei Zahlen können an einem Tag fehlen – bei einer Karte, die eine Woche lang nicht verkauft wurde, gibt es keinen 7-Tage-Schnitt, und eine Auswertung, die dann stillschweigend auf eine andere Kennzahl ausweicht, zeichnet einen Sprung, den es am Markt nie gab.

Genau das ist der häufigste Fehler in Preisverläufen: Die Kurve wechselt zwischen Kennzahlen hin und her und sieht aus wie Marktbewegung. Ein ehrlicher Verlauf bleibt bei einer Kennzahl und zeigt an Tagen ohne Verkauf eine waagerechte Linie – nicht eine andere Zahl.

Bewegung erkennen, Rauschen ignorieren

Pokémon-Preise bewegen sich in Wellen: Ein neues Set drückt kurzfristig die Preise der vorherigen, weil Verkäufer Platz machen; Karten mit Pokémon, die gerade in einem Spiel oder einer Serie auftauchen, ziehen an; alte Karten in gutem Zustand steigen langsam, weil es jedes Jahr weniger davon gibt. Über Wochen betrachtet sind diese Bewegungen deutlich – von Tag zu Tag gehen sie im Rauschen einzelner Verkäufe unter.

Praktisch heißt das: Tagesänderungen von ein, zwei Prozent bedeuten nichts. Eine Karte, die über 30 Tage um 20 Prozent steigt, während ihr Set insgesamt stillsteht, bedeutet etwas. Wer verkaufen will, sollte den 30-Tage-Verlauf ansehen, nicht den Preis von heute Morgen.

Verfolgen, ohne jeden Tag nachzusehen

Cardmarket selbst bietet für eingeloggte Nutzer eine Merkliste, aber keinen Verlauf über eine ganze Sammlung. Wer wissen will, wie sich seine 300 Karten zusammen entwickeln, braucht ein Werkzeug, das die Preise täglich abholt und die Summe über die Zeit festhält.

meinTCG holt die Cardmarket-Preisdaten täglich für Einzelkarten und versiegelte Produkte ab und rechnet deine Sammlung damit durch. Der Startbildschirm zeigt den Gesamtwert und seine Entwicklung über 24 Stunden, 7 Tage, 30 Tage oder die gesamte Zeit; jede Karte hat ihren eigenen Verlauf. Die Kurve bleibt dabei bei einer Kennzahl – Tage ohne Verkauf sind eine waagerechte Linie, kein Sprung.

Häufige Fragen

Welchen Cardmarket-Preis soll ich für den Wert meiner Sammlung nehmen?
Den 7-Tage-Durchschnitt der Verkäufe im passenden Zustand. Er bildet ab, was tatsächlich gezahlt wird, glättet einzelne Ausreißer und reagiert trotzdem innerhalb einer Woche auf echte Bewegung.
Warum weicht der Preis in einer App von dem ab, was ich auf Cardmarket sehe?
Meist, weil eine andere Kennzahl gemeint ist – Ab-Preis gegen Durchschnitt – oder ein anderer Zustand oder eine andere Sprache. Seriöse Apps sagen, welche Kennzahl sie zeigen. Ein Unterschied von wenigen Prozent kann auch am Zeitpunkt des Abrufs liegen; Preise werden einmal täglich aktualisiert.
Sind Cardmarket-Preise auch für den Verkauf an einen Laden maßgeblich?
Als Ausgangspunkt ja. Läden zahlen üblicherweise 50 bis 70 Prozent des Cardmarket-Verkaufsdurchschnitts, weil sie das Risiko, die Lagerzeit und den Verkaufsaufwand übernehmen. Wer den Cardmarket-Preis kennt, verhandelt besser.

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