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Sammlung digital verwalten: Tabelle, App oder beides?

Was eine digitale Kartensammlung leisten muss, wo eine Tabelle an ihre Grenzen kommt, welche Angaben du zu jeder Karte festhalten solltest – und wie du eine bestehende Sammlung erfasst, ohne ein Wochenende zu verlieren.

Stand 11. September 2026

Sammelkarte Glurak VMAX, Weg des Champs Nr. 74
Glurak VMAXWeg des Champs · Nr. 74Katalogpreis 182,22 € – Beispiel, kein Angebot

Warum überhaupt digital

Wer mehr als ein paar Dutzend Karten besitzt, kennt die drei Fragen, die eine Kiste nicht beantwortet: Habe ich diese Karte schon? Was ist der ganze Stapel wert? Und was hat sich seit dem Kauf getan? Eine digitale Sammlung beantwortet alle drei – aber nur, wenn sie vollständig ist und die Preise sich selbst aktualisieren. Eine Liste, die einmal im Jahr gepflegt wird, ist nach drei Monaten wieder eine Kiste.

Dazu kommt ein nüchterner Grund: Bei Verlust, Diebstahl oder Wasserschaden will eine Versicherung wissen, was da war. Eine Liste mit Kaufdatum, Kaufpreis und Fotos ist dann der Unterschied zwischen einer Erstattung und einer Schätzung.

Die Tabelle: ehrlich betrachtet

Excel oder Google Sheets sind ein guter Anfang. Sie kosten nichts, gehören dir und lassen sich beliebig sortieren. Für eine Sammlung, die sich selten ändert, reichen sie völlig.

Ihre Grenze liegt bei den Preisen. Jede Zeile braucht einen Marktpreis, und der stimmt nur am Tag der Eingabe. Wer 300 Karten hat und den Wert aktuell halten will, muss 300 Preise nachschlagen – jede Woche. Das macht niemand, und deshalb zeigen die meisten Tabellen den Wert von vor einem Jahr. Die zweite Grenze ist das Erfassen: Set, Nummer, Auflage und Zustand von Hand einzutippen dauert pro Karte eine halbe Minute. Bei einer Kiste mit 500 Karten sind das vier Stunden Tipparbeit.

Was zu jeder Karte gehört

Egal ob Tabelle oder App: Diese Angaben sollten zu jeder Karte stehen, weil sie sich später nicht mehr rekonstruieren lassen.

  • Set und Kartennummer – die eindeutige Kennung. Der Name allein reicht nicht.
  • Sprache und Auflage – deutsch oder englisch, 1st Edition, Promo.
  • Zustand – Near Mint, Excellent, Good, Played. Am besten mit der Karte in der Hand entschieden, nicht aus dem Gedächtnis.
  • Stückzahl – bei häufigen Karten oft mehr als eine.
  • Kaufpreis und Kaufdatum – ohne sie gibt es keinen Gewinn oder Verlust, nur einen Wert.
  • Ein Foto bei teuren Karten – für den Versicherungsfall und für den Verkauf.

Eine bestehende Sammlung erfassen

Die Reihenfolge entscheidet, ob es ein Nachmittag oder ein Wochenende wird. Zuerst die Karten nach Set sortieren – das geht schnell über das Set-Symbol und die Setgröße hinter dem Schrägstrich. Dann Set für Set erfassen, die teuren Karten zuerst: Wer nach einer Stunde aufhört, hat dann wenigstens die Karten drin, auf die es ankommt.

Versiegelte Produkte – Displays, Boxen, Blister, Tins – gehören mit in die Sammlung. Sie machen bei vielen Sammlern den größeren Teil des Werts aus und haben eigene Marktpreise, die sich anders bewegen als Einzelkarten.

Mit einem Scanner reduziert sich das Erfassen auf das Fotografieren. Die Erkennung findet Set und Nummer am Bild, du bestätigst und trägst Zustand und Stückzahl ein. Realistisch sind so 100 bis 200 Karten pro Stunde, je nachdem, wie viele davon in Hüllen stecken.

Wem gehört die Sammlung – die Frage nach den Daten

Bei jeder App gehört eine Frage vor die Installation: Bekomme ich meine Daten wieder heraus? Eine Sammlung, die nur in einer App existiert, die morgen abgeschaltet wird, ist wieder eine Kiste. Achte auf einen Export – als CSV oder Tabelle – und darauf, wo die Daten liegen.

Bei meinTCG liegt deine Sammlung zunächst auf deinem Gerät; mit einem Konto ist sie gesichert und auf jedem Gerät da. Der Export als CSV ist in Arbeit und kommt mit einem der ersten Updates – das sagen wir so, statt es zu versprechen. Preise aktualisieren sich täglich von selbst, und der Startbildschirm zeigt den Gesamtwert und seine Entwicklung.

Häufige Fragen

Reicht eine Excel-Tabelle für meine Sammlung?
Für das Erfassen ja, für den Wert nur am Tag der Eingabe. Wer den aktuellen Wert sehen will, braucht Preise, die sich selbst aktualisieren – das leistet eine Tabelle nicht ohne erheblichen Aufwand.
Wie lange dauert es, 500 Karten zu erfassen?
Von Hand in einer Tabelle etwa vier Stunden, wenn Set, Nummer und Zustand eingetragen werden. Mit einem Scanner, der Set und Nummer erkennt, entfällt das Tippen; realistisch sind 100 bis 200 Karten pro Stunde, für 500 Karten also zweieinhalb bis fünf Stunden – mit dem Unterschied, dass danach jeder Preis von selbst aktuell bleibt.
Soll ich Karten ohne Wert überhaupt erfassen?
Wenn du Sets vervollständigen willst, ja – dann geht es um Vollständigkeit, nicht um Wert. Wenn es dir um den Wert geht, reicht es, Karten ab etwa einem Euro zu erfassen; der Rest verändert die Summe nicht messbar.
Was passiert mit meiner Sammlung, wenn ich das Handy wechsle?
Ohne Konto liegt sie nur auf dem Gerät und geht mit ihm verloren – deshalb lohnt sich ein Konto, sobald mehr als ein paar Karten drin sind. Mit Konto meldest du dich auf dem neuen Gerät an, und alles ist da.

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